Nebenwirkungen der hormonellen Stimulationstherapie
Wenn Sie sich für eine Behandlung entscheiden, sollten Sie auch über mögliche Risiken Bescheid wissen, die wie bei jeder medizinischen Behandlung gegeben sind. Es ist uns ein Anliegen, Sie umfassend zu informieren.
Die hormonelle Stimulation der Eierstöcke erfolgt durch Injektionen von Hormonen ins Unterhautfettgewebe oder in die Muskulatur, gelegentlich auch durch Einnahme von Tabletten. Bei den Methoden der künstlichen Befruchtung (IVF oder ICSI) ist auch noch eine medikamentöse Vorbehandlung notwendig. Diese schaltet die Wirkung der körpereigenen, von der Hirnanhangdrüse produzierten Hormone aus. Mögliche unerwünschte Wirkungen dieses Medikaments sind vorübergehend (Hitzewallungen, Trockenheit der Scheide, ziehende Unterbauchschmerzen, Kopfschmerzen, Eierstockzysten).
Die Behandlung mit Spritzen kann in seltenen Fällen zu einer erheblichen Vergrößerung der Eierstöcke und zu starken Bauchschmerzen führen. Zusätzlich kann sich vermehrt Flüssigkeit im Bauch und im Brustkorb ansammeln (ovarielles Hyperstimulationssyndrom). Diese massiven Nebenwirkungen – meist bei Schwangerschaftseintritt – erfordern sehr häufig eine stationäre Behandlung. Bei entsprechender Therapie lassen sich die Beschwerden jedoch gut lindern. Es kann allerdings notwendig sein, zu große Flüssigkeitsansammlungen durch Nadelpunktionen zu vermindern.
Extrem selten führt eine auftretende Eindickung des Blutes zu Gerinnseln und Verschlüssen der Blutgefäße (Thrombosen oder Embolien), die auch lebensgefährlich sein können. Wir haben allerdings eine derartige Komplikation selbst nach über 20 Jahren noch nie erlebt.

