Embryotransfer
Unabhängig von der Befruchtungsmethode können die befruchteten Eizellen (Embryonen) im Brutschrank bis zu fünf Tage (Blastozystenstadium) weiter wachsen. Da dieser tagelangen Kultur außerhalb des Mutterleibes besondere Bedeutung für das Eintreten einer Schwangerschaft zukommt, werden im hochmodernen IVF-Labor der Landes- Frauen- und Kinderklinik Linz besondere Inkubatoren verwendet, die das sauerstoffreduzierte Milieu der Gebärmutter imitieren. Dies begünstigt die besonders hohen Wachstums- und Schwangerschaftsraten am Kinderwunsch Zentrum Linz.
In der Regel werden zwischen dem dritten und dem fünften Tag der Kultur ein bis zwei Embryonen bzw. Blastozysten in einer Nährlösung durch die Scheide in die Gebärmutter eingebracht. Da dazu ein weicher Katheter benutzt wird, ist dieser Embryotransfer praktisch schmerzlos. Lediglich beim Einführen des Katheters kann es durch die leichte Dehnung des Gebärmutterhalses zu krampfartigen Kontraktionen kommen, die in ihrem Ausmaß Regelschmerzen entsprechen.
Unabhängig vom Tag der Rückgabe der Embryonen oder Blastozysten kann bei besonders dicken oder anders auffälligen Eihüllen mittels Diodenlaser diese äußerste Schale angeritzt werden, um so dem Embryo das Schlüpfen zu erleichtern. Man spricht in diesem Fall von Assisted Hatching. 17 Tage später zeigt ein Schwangerschaftstest schließlich, ob der Versuch erfolgreich war und das Wunschkind unterwegs ist.

